Pressemitteilung Nr. 2 vom 09.01.2026
Meister für den Wald von morgen
Zusätzlicher Forstwirtschaftsmeister-Kurs an der Forstschule Lohr gestartet
Ausweitung der Plätze
An der Bayerischen Technikerschule für Waldwirtschaft in Lohr a.Main hat am 07. Januar ein Vorbereitungslehrgang für die Weiterqualifikation zum Forstwirtschaftsmeister begonnen. Da die Babyboomer-Jahrgänge in den Ruhestand gehen und die Wälder im Klimawandel umgebaut werden müssen, ist der Bedarf an gut ausgebildetem Nachwuchs im Wald außerordentlich hoch und die Weiterbildung begehrter denn je. Nach sage und schreibe 85 Bewerbungen im letzten Jahr waren es heuer immer noch 65. Auf diesen Ansturm hat die Technikerschule mit einer markanten Ausweitung der Plätze von bisher 20 auf nunmehr 32 und den außertourlichen Zusatzkurs 2026 reagiert. Regulär finden die Lehrgänge nur alle zwei Jahre statt.
Die Teilnehmer
Alle Teilnehmer stammen aus Bayern. Lokalmatador mit der kürzesten Anreise ist Sven Müller aus Rengersbrunn. Mit Manuel Breitschuh-Hauenschild aus Obernburg, Linus Dorn aus Oberbach und Rico Müller aus Rauhenebrach befinden sich drei weitere Unterfranken im Teilnehmerfeld. Der in Anger, kurz vor Salzburg beheimatete Sebastian Mayer muss für die Fahrt an die Forstliche Bildungsstätte einmal quer durch Bayern fahren und dabei rund 450 Kilometer zurücklegen.
Lehrgangsverlauf
Der insgesamt 21 Lehrgangswochen umfassende Kurs wird bis Mitte August 2026 an der Bayeri-chen Technikerschule für Waldwirtschaft in Lohr a.Main (14 Wochen), der Bayerischen Waldbauernschule in Kelheim (fünf Wochen) sowie den Forstlichen Bildungszentren der Bayerischen Staats-forsten in Buchenbühl und in der Laubau (je eine Woche) durchgeführt. In mehreren Lehrgangsblöcken werden die Teilnehmer auf ihre späteren Aufgaben und auf die Prüfung vorbereitet. Neben forstfachlichen Themen wie Waldbewirtschaftung, Walderschließung, Naturschutz und Jagd beinhaltet der Lehrplan Themen wie Arbeitssicherheit, Rechnungswesen, Informationstechnologie und Rechtskunde. Die Berufsausbildung und die Mitarbeiterführung nehmen einen hohen Stellen-wert ein, da die künftigen Meister nicht nur Vorarbeiter, sondern Führungskräfte und Ausbilder sind.
Prüfung
Die Prüfung setzt sich aus den drei Teilen „Produktion und Dienstleistung“, „Betriebs- und Unternehmensführung“ sowie „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“ zusammen. In jedem Prüfungsteil muss eine schriftliche Aufgabe, ein „Meisterstück“ in Form eines Arbeitsprojektes bzw. eine Auszubildendenunterweisung und eine Fallstudie zur Mitarbeiterführung absolviert werden. Dieses Aufgabenspektrum verdeutlicht den großen Praxisbezug. Inzwischen ermöglicht der Meisterbrief sogar den Zugang zu einem Hochschulstudium.
Voraussetzungen
Zum Vorbereitungskurs werden Forstwirte zugelassen, welche nach bestandener Gesellenprüfung mindestens zwei Jahre Berufserfahrung gesammelt haben.